Heimat - eine Suchmaschine

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Heimat - eine Suchmaschine
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Die Akteure Andreas Bachmair und Johannes Sienknecht, beide zusammen in Braunschweig, Deutschland aufgewachsen, arbeiten zur Zeit in Amsterdam und Berlin.

Sie nähern sich in Ihrer Arbeit dem Thema Heimat von einer medientheoretischen und doch sehr persönlichen Ebene.

Heimat wird nicht als statischer Zustand verstanden, sondern als sich fortwährend erneuernder intersubjektiver Prozess, dessen Struktur dem Stück als Grundlage dient. Zu erleben ist eine abstrakte Reise, eine Improvisation für zwei Performer - einem Beweger und einem Medienkünstler. Die Improvisation basiert auf einer imaginierten und erlebten Abfolge von sieben bildhaften Räumen einer Reise. Die Reihenfolge und Ausformung der Räume ist abhängig vom Ort der Aufführung und dem Verhalten der Anwesenden.
Der Prozess, etwas wie Heimat, ein Zuhause, eine Wohnung zu finden,
aufzugeben und wieder zu kreieren, wird von zwei Reisenden erlebt und erträumt.
Beide müssen sich bewußt darüber werden, was Heimat, Zuhause, in der eigenen Wohnung zu sein, für sie persönlich ausmacht, und wie darüber hinaus die gemeinsame Definition dieser Qualitäten beschaffen ist, also welche Eigenschaften das Erleben in sich tragen muß, um sich in dieser Weise rückwirkend und vorausgreifend zu definieren.
Die Bilder der Improvisation bauen auf den vorangegangenen Überlegungen auf, und manifestieren sich konkret über die künstlerischen Mittel des Ausdrucks - die Sprache der Akteure.
Diese Sprache artikuliert sich im geträumten Raum der Reise, im abstrakten Spiel, in der Improvisation zwischen den Performern, und im konkreten physikalischen Raum der Spielstätte mit den Anwesenden, und derer visuellen und akustischen Eigenschaften.