Ipomea-Tricolor: Licht

Was man in Bezug zum Klang zu Konventionen und Subjektivität sagen kann, gilt im Grunde auch für die Lichtfarben. Bei den Farben, zumindest wenn man sie isoliert betrachtet, gibt es allerdings eine größere Schnittmenge von übereinstimmenden Einschätzungen, da die Farben, im Vergleich zu den Rhythmen und Harmonien der unterschiedlichen Kulturen, naturgemäß weltweit eine größere Ähnlichkeit aufweisen - besonders wenn es sich um homogene Farben handelt.

Einfach vorstellbar ist jedoch, daß zum Beispiel die Farbe Grün für Bewohner so unterschiedlicher Regionen wie der Arktis, der Sandwüste und des Regenwaldes, sehr unterschiedliche Bedeutungen trägt und Wirkungen verursacht. Man findet auch sich diametral gegenüberstehende Einschätzungen oder Positionierungen von Farbwirkungen und Farbbedeutungen.

So ist als eines der einfachsten und bekanntesten Beispiele die unbunte Farbe Weiß in Indien Farbe der Trauer, wohingegen in Europa meißt Schwarz für den gleichen Anlaß gewählt wird. Ein weiteres Problem ist, daß sich die meisten seriösen Texte mit Materialfarben auseinandersetzen, nicht mit Lichtfarben und Farblichtmischung. Zu der Wirkung von sich kontinuierlich verändernden Lichtstimmungen eines ganzen Raumes gibt es meiner Recherche nach keine Forschung. Die Methoden und Untersuchungen die sich mit deckenden Materialfarben beschäftigen, sollen aber zum Teil Eingang finden. Farblichtforschung gibt es nur vereinzelt außerhalb der Esoterik. Die Ambivalenz der esoterischen Auslegungen machen diese unbrauchbar.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Erwiesen ist jedoch, daß Farblicht über längere Zeit angewandt erstaunlich positive Wirkung bei der Behandlung von Krankheiten zeigen kann. Was sich dabei aber nie machen läßt, ist eine eindeutige objektive Zuordnung von Farbe zu Wirkung. Die Farbe muß, um Wirkung zu erzielen, individuell im Moment der Behandlung gewählt werden. Und zwar nach Vorliebe des zu Behandelnden.
Der positive Effekt von Farblicht hat also als Bedingung die subjektive Farbwahl. Weißes Tageslicht hat andere positive Effekte, die objektiv sind und eine hohe Lichtmenge über eine Zeit von mindestens 30 Minuten verlangen.

Die Teilnehmer_innen können am Monitor des Rechners der Ipomea-Tricolor aus Rot, Grün und Blau Farben mischen und das Dreieck des Interfaces, beziehungsweise die sechzehn Farbfelder des Dreiecks mit diesen Farben versehen.
Dies geschieht mit dem Hinweis, daß die Spitze für den Anspannungszustand, das Fundament für den Entspannungszustand steht. Die horizontale Reihe entspricht einem Zustand. Die Vertikale entspricht dem Kontinuum zwischen Anspannung und Entspannung. Zwischen den beiden Polen gibt es zwei Übergangsebenen.

Die Felder des Dreiecks bilden nun Orientierungspunke im Farbraum des Farbwürfels, die bestimmten Formen des spektralen Gehalts der raschen Potentiale der Teilnehmerin entsprechen.
Bleibt eine Teilnehmerin auf einem Nivieau stehen, so kann das Programm über diese Farben auf der Horizontalen interpolierennatur und in der Weise womöglich einen Zugang zum tiefer gelegenen Niveau finden.





 

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